Eine dunkle Steppjacke liegt halb in einer offenen Holzkiste auf dem Dielenboden eines leeren Raums, von schrägem Tageslicht gestreift.
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Wann du Jacken gebraucht am besten kaufst

Wann ist die beste Zeit im Jahr, um Jacken gebraucht zu kaufen?

Kurz gesagt

Am meisten Auswahl hast du, wenn andere ihren Kleiderschrank ausräumen: im Januar und von März bis Mai. Wer erst im Herbst sucht, findet schnell etwas, konkurriert aber mit allen, denen gerade kalt wird. Kauf eine Jacke deshalb eine Saison früher, als du sie brauchst — und prüf dabei Füllung, Reißverschluss und Futter genauer als die Fotos.

In diesem Artikel
  1. 01Das Angebot folgt dem Kleiderschrank, nicht dem Wetter
  2. 02Frühjahr: viel Angebot, wenig Konkurrenz
  3. 03Herbst: schnell fündig, aber du bist nicht allein
  4. 04Antizyklisch heißt mehr Auswahl, nicht automatisch günstiger
  5. 05Was du an einer Jacke prüfst, die eine Saison hinter sich hat
  6. 06Ein Jahresplan, der funktioniert
  7. FAQNoch offen
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Das Angebot folgt dem Kleiderschrank, nicht dem Wetter

Bei neuer Ware bestimmt der Handel, wann es Jacken gibt. Gebraucht ist es umgekehrt: Eine Jacke kommt auf den Markt, wenn jemand sie aussortiert. Diese Wellen sind im Secondhand-Handel gut dokumentiert. Die erste rollt im Januar, wenn nach den Feiertagen Platz gemacht wird und gute Vorsätze den Schrank treffen.

Die zweite und größere läuft von Mitte April bis in den Mai, wenn Leute ausmisten, umziehen oder renovieren. Eine dritte, kleinere kommt im Oktober und November. Wenn du Auswahl willst, suchst du in diesen Fenstern.

02

Frühjahr: viel Angebot, wenig Konkurrenz

Für Jacken ist das Frühjahr das stärkste Fenster, weil zwei Dinge zusammenfallen. Das Angebot steigt, weil die Winterjacke gerade aus dem Gebrauch kommt und in die Kiste soll. Die Nachfrage sinkt, weil im April kaum jemand an Februar denkt.

Du siehst die Jacke außerdem in einem ehrlichen Zustand: Sie hat eine ganze Saison hinter sich, und was sich abnutzt, ist jetzt sichtbar statt erst in einem halben Jahr. Das ist ein Vorteil, kein Mangel — du entscheidest mit mehr Information.

Eine dicht gefüllte Kleiderstange mit dunklen Jacken, über der eine einzelne Jacke am Bügel frei in der Luft hängt.
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Herbst: schnell fündig, aber du bist nicht allein

An den ersten kalten Tagen suchen alle gleichzeitig nach einer Jacke. Händler wissen das und halten Winterware bis dahin zurück, statt sie im Sommer abzugeben. Du findest im Oktober also durchaus etwas, nur eben dasselbe, was gerade hundert andere ansehen. Bei Einzelstücken entscheidet dann die Geschwindigkeit und nicht die Überlegung.

Wer im Herbst zum ersten Mal überhaupt anfängt zu suchen, nimmt häufig die zweitbeste Jacke in der falschen Größe. Plan lieber früher.

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Antizyklisch heißt mehr Auswahl, nicht automatisch günstiger

Die Regel „kauf nach der Saison“ stimmt für neue Ware: Dort wird am Saisonende abgeräumt, und manche Läden geben zu Saisonbeginn noch Vorjahresmodelle ab. Beim Gebrauchtkauf ist die Lage weniger eindeutig.

Fachleute aus dem Secondhand-Handel empfehlen ausdrücklich, Winterware im Sommer nicht herunterzusetzen, sondern einzulagern und erst im Herbst herauszuholen. Antizyklisch zu suchen bringt dir deshalb vor allem Ruhe und Auswahl. Ob es auch günstiger wird, hängt am Verkäufer und lässt sich nicht pauschal sagen.

05

Was du an einer Jacke prüfst, die eine Saison hinter sich hat

Zieh den Reißverschluss mehrmals ganz auf und zu und achte darauf, ob der Schieber an einer Stelle hakt oder Zähne auseinanderstehen. Dreh die Jacke um und schau ins Futter: Löcher kommen zuerst unter den Armen und an den Taschenbeuteln. Bei Daune wärmt die Bauschkraft, nicht das Füllgewicht.

Drück eine Kammer zusammen und lass los: Richtet sich die Füllung gleichmäßig auf, ist sie in Ordnung. Bleiben Kammern flach oder fühlt sich die Füllung hart und klumpig an, war die Jacke mehrfach feucht und wurde ohne Bewegung getrocknet.

Nahaufnahme der Steppkammern einer dunklen Daunenjacke, bei der eine Kammer flach und leer zwischen prall gefüllten liegt.
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Ein Jahresplan, der funktioniert

Leg die Maße deiner besten Jacke auf dem Handy ab: Schulterbreite, Brustweite, Ärmellänge und Rückenlänge, flach gemessen. Dann entscheidest du im Frühjahr in zwei Minuten, statt zu raten. Suche Winterjacken zwischen Januar und Mai, Übergangsjacken im Spätsommer, und nimm den Herbst nur, wenn du wirklich kurzfristig etwas brauchst.

Bei nexwox ist jedes Piece einzeln geprüft, gemessen und fotografiert — die Maße stehen dabei, egal in welchem Monat du schaust.

FAQ

Noch offen

Lohnt es sich, im Sommer nach einer Winterjacke zu suchen?

Ja, aber aus dem richtigen Grund. Im Sommer liegt noch da, was im Frühjahr ausgeräumt wurde, und kaum jemand sucht mit dir. Günstiger ist es nicht zwangsläufig, weil viele Verkäufer Winterware bis zum Herbst zurückhalten.

Woran erkenne ich, ob die Füllung einer Daunenjacke noch taugt?

Drück eine Kammer flach und lass los. Eine gesunde Füllung richtet sich in Sekunden gleichmäßig wieder auf. Fühlt sie sich hart und klumpig an oder bleiben Stellen leer, hat die Jacke Feuchtigkeit gesehen und wurde falsch getrocknet. Manchmal hilft ein schonender Trocknergang, oft nicht mehr.

Ist eine Jacke aus dem Frühjahr abgetragener als eine aus dem Herbst?

Nicht grundsätzlich. Eine Jacke aus dem Frühjahr hat meist gerade eine Saison hinter sich — dafür siehst du genau, was diese Saison angerichtet hat. Eine Jacke im Herbst kann lange gelagert worden sein, und dort versteckt sich eher ein Lagerschaden wie Stockflecken oder ein steif gewordenes Futter.

Wie lange soll ich warten, wenn ich ein bestimmtes Modell suche?

Beim Gebrauchtkauf gibt es keinen Nachschub: Was weg ist, ist weg. Setz dir vorher fest, welche Maße und welcher Zustand für dich in Ordnung sind, und greif zu, wenn beides passt. Warten lohnt nur, wenn du bei dem gefundenen Piece an den Maßen zweifelst.

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